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SV Spröda – SV Mügeln – Ablaß 09 [2:6]

Nun war es also endlich so weit, das erste Spiel in der neuen Saison und ein Spiel, dass die Richtung weisen sollte. Einige Spieler in der Mannschaft konnten sich noch an das letzte Aufeinandertreffen erinnern, als man in der Saison 20/21 nach Spröda fuhr und sang- und klanglos in der zweiten Runde des TZ-Bärenpokals ausschied (13.09.2020 Ergebnis: 5:4 n.V.). Das Trainer-Duo Dechert – Höhnel hatte fast alle Mann an Bord. Der frisch gewordene Papa Banachowicz fuhr nicht mit ans andere Ende des Kreises. Herzlichen Glückwunsch im Namen der Mannschaft und alles Gute.

Man konnte eine junge und schnelle Mannschaft aufs saftige Grün schicken, einzig und allein Torjäger Erdmann musste erstmal auf der Bank Platz nehmen, da er angeschlagen war und man nichts überstürzen wollte. Somit stürmten die jungen Wilden Dechert und Golzsch, welche schon von Beginn an für Wirbel sorgten. Keine lange Abtastphase direkt volles Tempo, das war die Idee. Nach ein paar Versuchen mit Abschlussschwächen war es soweit.

Eine eigentlich geklärte Ecke der Gäste gelangt nach hohem Pressing beim Abwehrchef Mayerhofer, welcher einmal den Kopf hebt und mit einem feinen Flugball über die Verteidigung Ben Dechert in Szene setzt, welcher in der 14. Minute zum 0:1 einschieben konnte.

Normalerweise bringt so eine Führung Ruhe in die Mannschaft und in das Spiel, aber dem war nicht so. Das Innenverteidigerpaar Schwager/Mayerhofer stand aufgrund der Platzgröße relativ hoch und man verpasste es sein Spiel anzupassen, immer wieder ließ man sich vom Kapitän der Heimelf, Sebastian Schutt, überspielen. Kevin Schwager geht ins Laufduell und sein Gegner hebt ab – Freistoß. Diesen versucht die Mauer zu klären, der Ball wird zur Bogenlampe und Oleksandr Tynchenko kann am zweiten Pfosten zum Ausgleich einnicken. Ein Vermeidbarer Treffe, da sowohl der Freistoß unnötig war und das Abwehrverhalten mangelhaft. Noch nicht richtig wachgerüttelt vom Ausgleich verspringt Mayerhofer im Mittelfeld leichtfertig ein Ball, im Zweikampf darum wird er mit einem Ellbogeneinsatz am Ballgewinn gehindert, den Angriff spielt die Heimelf konsequent zu Ende und Robert Laue schiebt zur 2:1 Führung ein. Schiedsrichter Bendel hatte das Foul nicht wahrgenommen und so musste man die bittere Pille schlucken.

Mit ordentlich Wut im Bauch liefen die Obstländer an, leider ohne Glück in den Abschlüssen, die zeigte dann aber Ben Dechert in der 32 Minute. Dominic Arendt wird auf der rechten Bahn auf die Reise geschickt und legt quer, der Stürmer Dechert hat keine Probleme aus 4 Metern einzuschieben.

Die Uhren waren wieder auf Null gestellt und man wollte in dieser Phase dran bleiben und auf den Führungstreffer drücken. Nur drei Minuten nach dem Ausgleich war es Paul Elsner, welcher eines seiner besten Spiele im grünen Trikot machte. Er eroberte den ball auf dem Flügel, kurzer Doppelpass mit Becker und zieht aus 20 Metern scharf ins linke Eck ab. Ein typischer „Else-Treffer“. Der SVMA nun im Aufwind, Schwager und Mayerhofer versuchten von Hinten heraus für Ruhe zu sorgen, aber man wollte unbedingt weiter machen und den Sack vor der Halbzeit zu machen. Schuster spielt den Ball von hinten heraus über Schwager zu Unger, der nimmt sich ein Herz und treibt das Spielgerät in die gegnerische Hälfte. Auch er zeigt, dass er ein feines Füßchen hat und überspielt die komplette Hintermannschaft der Heimelf. Wieder einmal war es Ben Dechert, der den Ball zur 2:4 Pausenführung einschob. Kurz darauf ein Schreckmoment, fünf Meter vor der eigenen Sechzehn wird Kevin Schwager von den Beinen geholt, ein Foul welches mindestens die dunkelgelbe Karte verdient hat. Durchatmen und in der Halbzeit Probleme ansprechen, die abgestellt werden sollten. Alles in allem waren die Trainer zufrieden, nur die Ruhe fehlte, wenn man in Ballbesitz war.

Die zweite Halbzeit beginnt und der angeschlagene Dechert verlässt nach starkem Spiel den Platz und es kommt der Toptorjäger Paul Erdmann aufs grüne Geläuf. In den folgenden 30 Minuten spielte nur eine Mannschaft in Spröda und das waren die Gäste. Immer wieder schicken die Verteidiger ihre Flügelspieler auf die Reise und die Flügel ermöglichen mit guten Eingaben, die ein oder andere Einschubmöglichkeit.

Erdmann hatte sich in der Halbzeit offensichtlich nicht nur die Schuhe geschnürt, sondern auch einen Knoten in die Beine und so lies der Torgarant einige 100 %-ige Chancen ungenutzt. In der 64. Minute war es dann endlich soweit und er konnte zum 2:5 netzen. Nur zwei Minuten später wird Dominic Arendt von Mayerhofer mit einem langen Ball geschickt. Was folgt ist etwas für die Galerie: Arendt nutzt die Schnelligkeitsvorteile zieht ins Zentrum, hebt den Kopf und schlenzt den Ball ins lange Eck – ein Traumtor.

Folgend daraus wurden die Gäste ein wenig nachlässig und ließen die Räume größer werden, sicher auch dem Tempo der ersten Halbzeit geschuldet. Kevin Schwager verletzte sich schon in der ersten Halbzeit und musste dem Tritt Tribut zollen, man stellte um, aber auch das neue Duo im Zentrum mit Unger und Mayerhofer ließ nicht viel bis gar nichts zu. Das meiste wurde ohnehin von den niemals müden Becker und Fischer abgeräumt.

Dann war Schluss. Ein starker Auftakt gegen einen Gegner der auch aufgrund von Personalsorgen schwächer als erwartet antrat. Peter Dechert und Tim Höhnel waren zufrieden mit der Leistung und vor allem der Stimmung, die auf dem Platz herrschte, aber mahnten beide, dass noch viel Arbeit vor der Mannschaft liege. Man genoss den Auswärtssieg bei einem Hopfengetränk und ist bereit in der kommenden Woche hart zu arbeiten, um dem Brocken Beilrode standhaft gegenüberzustehen.


SVMA: Schuster – Unger, Mayerhofer (C), Schwager (ab 76. Shcherban), T. Lupatsch – Arendt, Fischer, Becker, Elsner (ab 63. Topp) – Golzsch, Dechert (ab 46. Erdmann)

SR: Tobias Bendel

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