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SV Mügeln-Ablaß – FSV Blau-Weiß Wermsdorf 1:5 (0:1)

Am vergangenen Samstag stand für den SVMA die Mutter aller Derbys im Altkreis Oschatz an. Zu Gast waren die Blau-Weißen vom Fuße der Hubertusburg. Die letzten Vergleiche der beiden Teams waren allesamt nach Wermsdorf gegangen und auch in diesem Spiel war die Rollenverteilung vor dem Spiel eigentlich klar, da mit den Blau-Weißen der Drittplatzierte nach Mügeln reiste. Die 09er wiederum nach der völlig unnötigen Niederlage in Zwochau mittlerweile auf einen Abstiegsplatz gerutscht, wollten unbedingt daraus Kraft schöpfen, dass Derbys immer ihre eigenen Gesetze haben und so war auch jeder Spieler in grün bis in die Haarspitzen motiviert.



Und so rein ins Geschehen, welches mit viel Mügelner Ball- und Spielkontrolle beginnt. Die Gastgeber vermutlich selbst davon überrascht, dass die Gäste in den Anfangsminuten überhaupt kein Druck auf den Spielaufbau der 09er ausüben und so lassen die Hausherren den Ball durch die eigenen Reihen laufen, ohne aber wirklich gefährliche Offensivaktionen zu kreieren. Die Blau-Weißen wiederum versuchen ihr Glück immer wieder im langen Ball in Richtung Pascal Weidner oder Oscar Kupfer, aber bis auf ein paar halbgare Distanzschüsse kommt vom vermeintlichen Favoriten nicht viel. Die neu formierte Innenverteidigung um Kapitän Erdmann hat alles im Griff, nur nach vorn fehlen noch nennenswerte Akzente. Und so versuchen es die Gastgeber ebenfalls mal aus der Distanz. Schindler zieht zentral aus 25 Metern einfach mal ab, Staude im Gäste-Tor hat Probleme den Ball festzuhalten und so trudelt dieser in Richtung Tor. Dort kann ihn der Wermsdorfer Schlussmann aber gerade noch so von der Torlinie kratzen. Die beste Chance des Spiels, was sonst von der Spannung lebt, also auf Seiten der 09er die bis dahin ein wirklich gutes Spiel machen. Doch aus dem Nichts gehen die Hubertusburger dann auf einmal in Führung. Einen langen Einwurf in Richtung Strafraum können die Obstländer eigentlich weit genug klären, doch Philipp Springer nimmt den Ball einfach mal volley aus 35 Metern und der Ball schlägt unhaltbar im Kreuzeck ein. Ein Tor der Marke Traumtor oder Glückstor, je nachdem wie man es bezeichnen will. Leider wieder bezeichnend für die Saison der 09er – auf der einen Seite wird der Ball im letzten Moment von der Linie gekratzt und auf der anderen schlägt er so unhaltbar im Kreuzeck ein. Die Gastgeber müssen sich danach erst einmal wieder schütteln und haben Glück das es kurz vor dem Pausentee nicht noch das 2. Gegentor hinterhergibt. Im Strafraumgewühl kommt ein Wermsdorfer bei einer Grätsche zu Fall und Pascal Weidner setzt den Rebound ins Tor. Doch mitten in diesen Abschluss ertönt auf einmal ein Pfiff des Schiedsrichters und dieser zeigt auf den Punkt. Der Treffer zählt natürlich nicht und nach Rücksprache mit seinem Linienrichter gibt der Schiedsrichter korrekterweise auch den Strafstoß nicht und es geht mit Schiedsrichterball weiter. Glück also für die Obstländer, die so mit einem knappen 0:1 Rückstand in die Pause gehen in der sie nochmal alle Kräfte sammeln.



Denn nur kurz nach Wiederanpfiff belohnen sich die Gastgeber für ihren couragierten Auftritt. Nach schönem Steilpass von Becker in Richtung Arendt, verschätzt sich der Gäste-Schlussmann ein wenig beim Herauslaufen und verfehlt den Ball, Arendt läuft durch, bedankt sich und schiebt zum 1:1 ins leere Tor ein. Danach wankt das Spiel und der SVMA hat Oberwasser. Nur wenige Minuten nach dem Ausgleich hat Walla nach einer Ecke den Führungstreffer auf dem Kopf, sein Abschluss prallt aber leider nur gegen die Latte. Die Hubertusburger hadern in dieser hektischen Phase. Linksverteidiger Philipp Springer, welcher schon kurz vor der Halbzeit gelb gesehen hat, muss in dieser Phase dann eigentlich vom Platz fliegen. Innerhalb kürzester Zeit bewirbt er sich mit Ball wegschlagen, Handspiel und Foulspiel für den Platzverweis, bis ihn Gäste-Trainer Kupfer in der 58. Minute erlöst und vom Platz holt. Wieso ihn der Schiedsrichter nach diesen Aktionen nicht vom Platz stellt, wird wohl sein Geheimnis bleiben, denn auf einmal kippt das Spiel in eine ganz andere Richtung. Direkt nach der Auswechslung gibt es Einwurf für die Gäste, die Obstländer anscheinend noch am hadern mit dem Schiedsrichter, sind nicht wach und ein einfacher Einwurf fliegt den 09ern gehörig um die Ohren. Grieser hat auf einmal ganz viel Platz, Kapitän Erdmann versucht noch zu reparieren, was nicht mehr zu reparieren ist und bringt Grieser 20 Meter vorm Tor zu Fall. Der Schiedsrichter entscheidet in einer Kombination aus grobem Foulspiel und Notbremse auf Platzverweis, welchen der SVMA-Kapitän auch ohne Diskussion zur Kenntnis nimmt. Was sich dadurch ergibt ist zudem noch eine gefährliche Freistoßsituation zentral 20 Meter vor dem Tor. Für den Wermsdorfer Freistoßspezialisten Beckedahl wie gemalt, der den Ball als Aufsetzer im Tormanneck versenkt. Danach kippt das Spiel komplett und die 09er haben in Unterzahl nicht mehr viel entgegenzusetzen. Offensiv kommt so gut wie gar nichts mehr und defensiv versucht man vergeblich die Ordnung zu finden. So können 2x Kupfer und 1x Weidner innerhalb einer Viertelstunde auf 1:5 erhöhen und stellen damit den Endstand her.



Am Ende entscheidet somit leider ein Platzverweis auf der einen und ein nicht gegebener Platzverweis auf der anderen Seite das Spiel. Der Spielstand spiegelt leider überhaupt nicht das Spielgeschehen wider, auch wenn dies schwer zu argumentieren ist. Die ersten 60 Minuten der 09er waren bockstark und man hat keinesfalls gesehen, dass der 3. Platzierte beim Abstiegskandidaten zu Gast ist. Die nächsten Aufgaben in Beilrode und Dahlen werden nicht einfacher, aber man hat gezeigt wie es gehen kann und muss diese Ansätze unbedingt mit in die nächsten Spiele nehmen.


Torfolge: 0:1 Springer (36.); 1:1 Arendt (49.); 1:2 Beckedahl (59.); 1:3 Kupfer (63.); 1:4 Kupfer (73.); 1:5 Weidner (78.)


SVMA: Schuster – Lupatsch, Walla (ab 80. Höhnel), Erdmann ©, Topp – Arendt (ab 88. Lucas), Fischer, Becker (ab 81. Winkler), Elsner (ab 90. Steils) – Schindler, Golzsch

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