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FC Eilenburg II - SV Mügeln-Ablass 09 1:4 (1:0)

Aktualisiert: 22. März

Beschweren konnte sich Matthias Streit vor der Partie eigentlich nicht, die Personalsituation war überraschend gut. 17 Spieler standen dem Mügelner Trainer zur Verfügung. Ein Luxusproblem, vergleicht man es mit dem vorausgegangenen Sonntag beim Testspiel in Dahlen.

Das Spiel war auf dem Papier eine klare Angelegenheit und es schien so, als hätte der ein oder andere 09er das Spiel auch schon abgehakt und nur noch an das Bier danach gedacht. Fahrig wurde gespielt, überhastet und unsortiert. Abwehrchef und Innenverteidiger Banachowicz hatte Mühe die Mannschaft vor ihm zu sortieren. Man wollte doch mit den beiden Außenverteidigern Topp und Mayerhofer hoch stehen und somit eine permanente Überzahl und Pressingsituation in der gegnerischen Hälfte verursachen. Die Idee sicher gut und auch richtig gegen diesen Gegner, die Umsetzung eher schlecht. Zu leichtfertig wurden die Bälle vertändelt und zu ungenau gespielt. Die beiden Sechser Fischer und Erdmann verpassten es in der ersten Halbzeit die entscheidenden Bälle an die Mitspieler zu bringen.

So sprangen nur halbgare Chancen und Torabschlüsse heraus. Die Heimelf war darauf konzentriert zu verteidigen und den Ball lang zu schlagen. Es kam so wie es kommen musste - frei nach der Weisheit „Wenn du die Dinger nicht machst….“. Ein herausgeschlagener Ball reicht und Nico Pottecz stellte aus dem Nichts auf 1:0. Die Gäste mit merklich Wut im Bauch liefen an und kamen durch Becker, Winkler und den neuen Stürmer Dominic Arendt, unseren Winterzugang zu einigen Chancen. Die Beste hierbei hatte wohl Stanley Winkler, der den ball aus knapp 14 Metern an das Lattenkreuz nagelte. Vor der Halbzeit ersetzte D. Klingner Paul Elsner und Trainer Streit stellte seine Elf um.

Mit Beginn der zweiten Hälfte ersetze Florian Lippert den angeschlagenen Mirko Topp und machte seine Sache als Verteidiger sehr gut. Die zweite Halbzeit begann eher schleppend. Weshalb Streit reagierte und mir Rick Schubert und Robin Schindler neuen Wind in das Gästespiel brachte. Man konnte in der zweiten Spielhälfte zumindest in einigen Momenten denken, die Obstländer können wirklich ansehnlichen Fußball spielen. so auch in der 57. Spielminute als Becker einen Ball im Mittelfeld gewann und Mayerhofer auf die Reise über die Außenbahn schickte. Zwei Blicke in den Strafraum und eine maßgeschneiderte Flanke auf den Scheitel von Kapitän Erdmann stellten die Uhren wieder auf Null.

Man hätte denken können der Knoten ist geplatzt, aber Fehlanzeige. Es fehlte schlichtweg an Ideen im Mügelner Spiel. Frust machte sich breit und so kam es zu einer kurzen Rudelbildung nach einem Faul von Pottecz an Arendt. Fragezeichen in den Gesichtern, dass diese Aktion ohne eine Karte vom Schiedsrichter geklärt wurde.

In den letzten 10 Spielminuten zeigten die Gäste dann wirklich einmal, dass sie es drauf haben und gerechtfertigt auf dem zweiten Tabellenplatz stehen. Arendt legt in der Box quer und Paul Erdmann schiebt gegen die Laufrichtung des Hüters und erhöht auf 1:2. Nur drei Minuten später steckt Manuel Becker durch die Gasse und Gregor Mayerhofer schiebt zum 3:1 ein. Wiederum 180 Sekunden später macht der Stürmer seinen Hattrick und schraubt an seinem Torekonto. Sein dritter Treffer besiegelte dann auch den Endstand von 4:1. Ein dreckiger Sieg, aber ein wichtiger.

Man kann nur erahnen, wie das Spiel ausgegangen wäre, hätte man 90 Minuten lang konzentriert Fußball gespielt. Mit dem Sieg im Rücken hofft Coach Streit, dass seine Jungs wieder in den Tritt kommen und so aufspielen wie in der Hinrunde.


SVMA: Schuster - Mayerhofer, Banachowicz, Lupatsch (ab 56. Schubert), Topp (ab 46.

Lippert) - Becker, Fischer, Erdmann, Elsner (ab 39. Klingner) - Arendt, Winkler (ab 56.

Schindler

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