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Dommitzscher Sv Grün/Weiss – SV Mügeln – Ablaß 09 5:3 n. E. [1:0]

Das Trainergespann konnte beim Auswärtsspiel in Dommitzsch nicht aus den Vollen schöpfen, einige Stammkräfte fehlten. Mit Ben Dechert, Unger, Elsner, Banachowicz und Erdmann fehlten gleich fünf die zur ersten Elf gehören sollten. Aber sei es drum, man wusste, dass Dommitzsch eine harte Nuss war, die da vor der Obstland-Elf lag. 120 Zuschauer sahen das von Schiedsrichter Kühne pünktlich angepfiffene Pokalspiel der zweiten Runde im TZ Bärenpokal.

Der SVMA war darauf bedacht schnell in Führung zu gehen und sich dann zurückzuziehen und sicher zu stehen und so begann die Elf von Dechert und Höhnel auch. Die erste Viertelstunde lag klar auf der Seite der Gäste und es wurde gefällig miteinander gespielt. Dann eine Unachtsamkeit im Aufbauspiel der Mügelner. Stanley Winkler fehlt die Kraft im Fuß und der Pass kommt nicht bei Arendt an. Die Heimmannschaft schaltet schnell um und schickt ihren schnellen Flügelspieler Kühne. Der legt sich den Ball zweimal vor, hebt den Kopf und legt quer auf Hagen, welcher zum 1:0 aus Sicht der Heimelf trifft.

An dieser Stelle werden eklatante Lücken in der Mügelner Abwehr aufgedeckt, erst ist Mayerhofer nicht konsequent im Zweikampfverhalten, dann fehlen ihm Zentimeter um den Ball zu klären und zu guter Letzt lässt er sich im Laufduell abschütteln.

Der Abwehrchef der Gäste dennoch bemüht die Köpfe der Jungs vor sich aufzurichten, was leider nicht wirklich gelingt. Wie so oft werden die Obstländer nervös und spielen ein Spiel ohne Ideen, statt sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. So werden fast nur lange Bälle geschlagen und Strafraumsituationen sind Mangelware. Die schnellen Flitzer Arendt und Golzsch finden ihren Meister in Torwart Zwingmann oder im langen Recken Reichelt, der über die gesamte Spieldauer überragend verteidigte.

Außerdem verlieren die Innenverteidiger der Gäste in dieser Phase jedes Kopfballduell gegen Hagen, welcher ein steter Unruhestifter in der Hälfte des SVMA ist. So ist der Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Kühne eine Erleichterung, denn es hätte zu diesem Zeitpunkt schon 3:0 stehen können.

In der Halbzeit gab es die entsprechenden harten Worte von Dechert und Höhnel zu dieser enttäuschenden Leistung der ersten 45 Minuten. Man kam mit der doch eher härteren Gangart der Heimelf nicht zurecht und fand nicht sein Spiel, das wollte man in der zweiten Halbzeit unbedingt ändern.

So starteten die Mügelner auch wieder in die Partie, man wollte sich Chancen erarbeiten und erhielt diese auch, wieder waren es 15 Minuten nach dem Pfiff des Referees in denen man munter aufspielte und so gelang es Tim Lupatsch nach einer Ecke und Chaos im Strafraum der Hausherren zum 1:1 auszugleichen. Darauf folgte aber direkt die nächste Hiobsbotschaft für die Gastmannschaft, Schwager musste angeschlagen ausgewechselt werden und so kam der lange Zeit verletzte Tom Wacke zu seinem ersten Saisoneinsatz. Das System wurde auf Dreierkette umgestellt und das sollte sich auch erstmal lohnen, denn die Heimmannschaft kam zu wenigen weiteren Chancen mit fortschreitender Spielzeit. Robin Schindler hatte bei einem ruhenden Ball noch eine Idee und ordentlich Kraft im Fuß, aber Zwingmann im Tor der Heimelf kratze das Leder aus dem Eck. Immer wieder war das Spiel geprägt von Fouls der Heimelf, was den Spielfluss minderte, nur eine Partei sah das nicht immer als Foulspiele an, die um Heimtrainer Jens Dehnert. Da auf beiden Seiten in der Offensive eher die Durchschlagskraft fehlte pfiff Schiedsrichter Kühne nach 90 Minuten ab und so ging es in die Verlängerung.

Co-Trainer Höhnel ersetzte nun den eher glücklosen Winkler und gab sich der Rolle des Spielertrainers hin. Der Rest der Mannschaft nutzte die kurzen fünf Minuten Pause, um von irgendwo im Körper noch Kräfte zusammen zu sammeln und dann folgten die nächsten langen 30 Minuten dieses Abnutzungskampfes. Nicht einmal 5 Minuten waren gespielt da klärt Kapitän Mayerhofer einen Dommitzscher Abschluss, für seinen schon geschlagenen Torhüter Schuster, auf der Linie. Die Gästeabwehr um Entlastung bemüht, welche aber nicht erreicht wurde. Dauerdruck durch die Heimelf, welchen man mit Mann und Maus verteidigte. Einige Einschussmöglichkeiten hatten die Jungs vom SVMA aber doch, nur versenkte man diese eher im Himmel von Dommitzsch, weil man zu überhastet war im Abschluss. Einzig Dominic Arendt zielte genauer, zu genau, denn sein Versuch landete am Außenpfosten.

Die ersten qualvollen 15 Minuten waren geschafft – Seitenwechsel und da zeigte der frisch eingewechselte Richter erstmal, wer seiner Meinung nach der Hausherr auf dem grünen Geläuf war. Mayerhofer gewann das Kopfballduell, aber Richter gewann gegen den Kopf vom Mügelner Verteidiger und schickte diesen kurzer Hand auf die Bretter, auch hier gab es – mal wieder – keine Karte. Nach kurzer Behandlung ging es weiter und Mayerhofer kämpfe mit seinen Mitspielern weiter gegen Dommitzsch und die Krämpfe, die jetzt quasi in jeder Wade Dauergast waren. Dann pfiff der Schiedsrichter die Verlängerung ab und man startete in das Elfmeterschießen. Es fanden sich schnell fünf Spieler, welche sich dieser Aufgabe stellen wollten. Kurzes Einschwören und dann ertönt auch schon der erste Pfiff.

Schuster hält den ersten Elfmeter. Wacke läuft an – verschießt. Reichelt erhöht auf 2:1 vom Punkt. Als nächster läuft der alte Hase Becker zum Elfmeterpunkt, läuft an und auch er scheitert an Zwingmann. Alexander Lerche zeigt direkt danach, wie es richtig geht und erhöht auf 3:1. Robby Golzsch legt sich den Ball auf den Punkt und trifft trocken und scharf ins rechte Eck, aber auch Kapitän Janetzki trifft souverän. Gregor Mayerhofer ist der vierte Schütze auf Seiten der Obstländer und auch er trifft. Somit lastete aller Druck auf Schusters Schultern. Pandza läuft an und trifft trocken ins Eck – Schlusspfiff.

Enttäuschte Gesichter in den Mügelner Reihen, Erschöpfung nach diesen 120 Minuten. Der Favorit scheidet also im Bärenpokal mal wieder in der zweiten Runde aus. So war es schonmal vor 2 Jahren in Spröda. Dann also im nächsten Jahr im neuen Anlauf. Jetzt liegen wichtige Ligaspiele vorm SVMA. Glückwunsch nach Dommitzsch. Auf der Mügelner Seite müssen sich alle Akteure hinterfragen, ob sie bereit waren Alles zu geben und ob sie klar genug sind um auch gegen härtere Gegner gegen zuhalten.


SVMA: Schuster – Lupatsch, Mayerhofer (C), Schwager (ab 68. Wacke), Topp – Arendt, Fischer, Becker, Golzsch – Schindler, Winkler (ab 90. Höhnel)

SR: Kühne

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