FSV Krostitz II - SV Mügeln/Ablass 09 3:1 (1:0)

Vorab muss ich mal ein paar Dinge loswerden. Sicher können wir alle froh sein, dass es „unsere“ Unparteiischen gibt und sie sich Woche für Woche mit uns auf den Platz stellen. Was jedoch am vergangenen Sonntag in Krostitz passierte, glich einer Farce. Nicht nur, dass das Spiel mit deutlicher Verspätung angepfiffen wurde, da man nicht wusste mit einem Laptop umzugehen, nein, auch waren die Tore nicht ordentlich beschwert (diese standen mehr als sicher) noch waren andere Formalitäten nicht zu 100% fehlerfrei notiert. Als Krönung noch der Platzverweis für einen 1,5 Jahre alten Jungen, der bei seinem Papa das Spiel auf der Wechselbank sehen wollte. Dementsprechend ging es emotionsgeladen in die Partie.

Letzter gegen Vorletzter hieß es dann auf dem Rasen, und vermutlich hat das auch keiner so vor der Saison erwartet. Der SVMA immer wieder durch Verletzungen gebeutelt, kommt einfach nicht dazu, sich in irgendeiner Form einspielen zu können, was sich auch in den Ergebnissen widerspiegelt. Der Gastgeber mit etwas Unterstützung ihrer ersten Mannschaft zu Beginn der Partie feldüberlegen. Das soll aber nicht die Spielweise wiedergeben, sondern vielmehr zeigen, dass die Heimelf körperlich präsenter war und etwas mehr Ballbesitz für sich in Anspruch nahm. Spielkultur gab es wahrlich nicht zu sehen. In der FSV-Defensive wird zwei-dreimal quer gespielt, bis einer an das Leder bolzt und alle beten, dass vorn der liebe Gott hilft. In der 9. Spielminute war es jedoch Florian Naumann, der dem Gastgeber ein Geschenk bereitet, nach einem langen Ball versucht er zu Schuster im SVMA-Tor zurück zu köpfen, doch dieser Ball wird viel zu kurz, Bohnet wird Nutznießer und trifft zur Führung. Die 09er im Anschluss verunsichert und mit dicken Problemen, einzig Nico Schuster ruft sein Potential ab und rettet mehrfach glänzend und sehenswert per Flugeinlage. Nach und nach schüttelte der Gast aus dem Obstland den Schrecken ab und wurde frecher. Mit schönem Passspiel kombiniert man sich über zwei Stationen auf die Außenbahn, Höhnel steckt für Hoffmann durch, aber es fehlt das Glück des Tüchtigen, der Ball segelt knapp am langen Pfosten vorbei. Die Richtung des Spiels blieb nun die gleiche. Wieder die rechte Seite mit dem bärenstarken Hoffmann, er tankt sich zur Grundlinie, flankt präzise, in der Mitte schwebt Erdmann per Flugkopfball heran, doch köpft leider den heimischen Schlussmann an. Die bis dato beste Chance. Der SVMA weiter am Drücker, Höhnel im Sechszehner mit feiner Ballbehandlung, bekommt einen klaren Tritt gegen das Schienbein, kommt aus dem Rhythmus, verpasst es jedoch theatralisch zu fallen. Ein „normales“ Foul reichte nicht für den verdienten Elfmeter-Pfiff. Dahin mit dem fast geglaubten Ausgleichstreffer. An dieser Stelle noch gute Besserung an Daniel Pawlowsky, welcher nach einem unglücklichen Kopf-Zusammenstoß mit Platzwunde ins Krankenhaus gebracht werden musste! Wer schnell wieder gesund!

Deja Vu in Halbzeit zwei! Die Krostitzer wacher aus der Kabine, langer Ball, die SVMA-Abwehr dazu noch aufgerückt und Opfermann allein vor Schuster, diesmal eiskalt und es steht 2:0. Danach wird das Spiel vogelwild, teilweise wird es ruppig und durch unnötig gezeigte gelbe Karten, trägt der Unparteiische nicht gerade zur Beruhigung bei. In der 70. Minute belohnt sich Hoffmann für seine Leistung. Er narrt mehrere Spieler und trifft von der Strafraumgrenze ins linke untere Eck. Der SVMA lebt, ok, zugegeben, Krostitz muss mehrfach durch Konter den Sack zumachen, scheitern jedoch stets an Schuster. Spielerisch die Jungs aus Mügeln-Ablaß deutlich gefälliger, wieder einmal Höhnel für Hoffmann, dieser trifft, doch diesmal hat der Assistent etwas dagegen! Abseits soll es gewesen sein, die Meinung hatte er aber gar für sich allein, denn selbst der Gegner war über diese Entscheidung verwundert. Die 09er gewillt nicht mit leeren Händen dazustehen suchen ihr Glück in der Offensive, Naumann gewinnt im gegnerischen Strafraum das Luftduell, bekommt dabei einen fiesen Tritt vom Krostitzer Hüter auf den Oberschenkel, inklusive offener Wunde, klare Sache…. Elfer! Denkste, auch diesmal war der Schiedsrichter nicht überzeugt, nachdem er zuerst zur Ecke zeigte, meldete sich sein Assistent, nach kurzer Beratung der Schock, niemand weiss was da besprochen wurde, denn es blieb bei einem Eckball. Sprachlosigkeit machte sich breit. Im Gegenzug der Treffer zum 3:1. Und die junge Truppe um Paul Erdmann geschlagen!

Nur nicht den Kopf in den Sand stecken. Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten und der Erfolg kommt von allein! Jetzt muss man zusammenstehen!

SVMA: Schuster, Unger (ab 46. Min. Becker), Schubert, Naumann, Klingner, Mayerhofer, Erdmann, Fischer, Hoffmann, Höhnel (ab 64. Min. Müller), Dechert (ab 46. Min. Schindler)

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